Wundmanagement

Wundheilungsstörungen mit Ausbildung von chronischen Wunden, offenen Stellen und Geschwüren (Ulzerationen) sind häufig und werden häufig zum Teil aus Scham, zum Teil aus Unwissen ungenügend behandelt. Die Ursache von chronischen, offenen Wunden sind neben der zugrunde liegenden Krankheit wie zum Beispiel Diabetes, Durchblutungsstörungen, Lähmungszustände, Bettlägrigkeit und Infektionen aber auch schlechte Ernährung, Flüssigkeitsmangel und soziale Probleme. Die Behandlung einer Wunde kann demzufolge niemals als isolierte Tätigkeit gesehen werden, sondern muss ganzheitlich und unter Berücksichtigung sämtlicher Einflussfaktoren und möglicher Ursachen betrachtet werden. Im Wundambulatorium erfolgt die Wundbehandlung umfassend und nach neuesten Erkenntnissen. Die Behandlung richtet sich nach der Philosophie, wonach die Pflege vier grundlegende Aufgaben zu erfüllen hat: Gesundheit fördern, Krankheit verhüten, Gesundheit wieder herstellen und Leiden lindern.

Die Herausforderung besteht darin, Erkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten so einzusetzen, dass die Lebensqualität und das Wohlbefinden des Wundpatienten positiv beeinflusst wird. Voraussetzung dazu bildet die transparente interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen an der Behandlung Beteiligten.

 

Angebote

Folgende Angebote bestehen im Wundambulatorium:

Behandlungsangebote

  • Anamnese und Wundbeurteilung (akut/chronifiziert) im Zusammenhang von anderen Grunderkrankungen (kausal Therapie)
  • Therapieplan und Behandlungskonzept
  • Materialeinsatz in Abhängigkeit vom Wundstadium
  • Schmerzmanagement vor, während und nach der Wundbehandlung
  • Ernährungskomponenten
  • Lymphologische Interaktionen bei chronischen Wunden
  • usw.

Praktische Wundversorgung

Akute Wunden:

  • Schürf, Biss, Riss- und Quetschwunden
  • nach chirurgischen Eingriffen
  • infizierte sekundär heilende Wunden
  • kleine Verbrennungen 1-2 Grad
  • usw.

Chronische Wunden:

Welche als Folge einer Begleiterkrankung entstanden sind:

  • Diabetisches Fusssyndrom (Druckdefekt am diabetischen Fuss)
  • Ulcus cruris venosum (Chronisch venöse Insuffizienz, Krampfadern…)
  • Dekubitus (Wundliegen…)
  • PAVK (Peripher Arterielle Verschlusskrankheit)
  • usw.

Beratungsschwerpunkte: mit oder ohne Wundbehandlung!

  • Pflege und/oder Behandlungsaspekte des diabetischen und neurophatischen Fusses (Prophylaxe, Grundregeln…)
  • Ernährungsaspekte bei chronischen Wunden
  • Lagerungen und Möglichkeiten bei Druckeinwirkung an Knochenvorsprüngen oder anderen gefährdeten Körperstellen (Empfehlung von Systemen)
  • Haut- und Narbenpflege
  • Mobilität / Immobilität
  • usw.

Qualitätssicherung:

  • Verena Gruenenwald arbeitet ausschliesslich mit medizinisch evaluierten Materialien und nach vorgegebenen standardisierten Hygienemassnahmen.
  • Die prozessorientierte Wunddokumentation gewährleistet die gesetzliche Nachweis- und Überprüfbarkeit.
  • Kompetenzen und Professionalität werden an kontinuierlich fachspezifischen Aus- und Weiterbildungen ausgebaut

 

 

Zusammenarbeit

Damit ein optimaler Behandlungsweg eingeschlagen werden kann, arbeitet Verena Gruenenwald eng mit Hausärzten und anderen Disziplinen zusammen.

Jede Behandlung im Wundambulatorium erfordert eine ärztliche Verordnung. Die Patientinnen und Patienten sollten sich mit Ihrem Haus- oder Spitalarzt vorher absprechen und ihn um die schriftliche Verordnung für die Behandlung im Wundambulatorium ersuchen.

 

Abrechnung

Sämtliche in der Grundversicherung aufgelisteten Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen. Allfällig nicht gelistete Wundversorgungsmaterialien müssen zu 100% vom Patienten übernommen werden. Jeder Patient wird vor dem Einsatz solcher Produkte informiert.