Wundheilungsstörungen mit Ausbildung von chronischen Wunden, offenen Stellen und Geschwüren (Ulzerationen) sind häufig und werden häufig zum Teil aus Scham, zum Teil aus Unwissen ungenügend behandelt. Die Ursache von chronischen, offenen Wunden sind neben der zugrunde liegenden Krankheit wie zum Beispiel Diabetes, Durchblutungsstörungen, Lähmungszustände, Bettlägrigkeit und Infektionen aber auch schlechte Ernährung, Flüssigkeitsmangel und soziale Probleme. Die Behandlung einer Wunde kann demzufolge niemals als isolierte Tätigkeit gesehen werden, sondern muss ganzheitlich und unter Berücksichtigung sämtlicher Einflussfaktoren und möglicher Ursachen betrachtet werden. Im Wundambulatorium erfolgt die Wundbehandlung umfassend und nach neuesten Erkenntnissen. Die Behandlung richtet sich nach der Philosophie, wonach die Pflege vier grundlegende Aufgaben zu erfüllen hat: Gesundheit fördern, Krankheit verhüten, Gesundheit wieder herstellen und Leiden lindern.
Die Herausforderung besteht darin, Erkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten so einzusetzen, dass die Lebensqualität und das Wohlbefinden des Wundpatienten positiv beeinflusst wird. Voraussetzung dazu bildet die transparente interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen an der Behandlung Beteiligten.
